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Medusa Bar – Change was our only chance

Medusa Bar | Illustration: Silke Müller | Foto: Bengt Stiller |Turnton2047/Wien

The future is …

Erst gehst du über den Steg an den Hafenkränen vorbei, zwängst sich am Stiegenhaus entlang in den Purple Tank – ein Labor und TinyHome in einem – wähnst dich kurz im Windfang des Linzer „Aquariums“ und sitzt dann unterm blauen Gelee-Leuchten am Tresen.
In der erdachten Hafenstadt Turnton gibt es nämlich eine Bar: die Medusa Bar. Ihr Inneres ist aus Hörspielen, Karton und Illustrationen. Sie nimmt dich im Dunkel auf und lässt ins Jahr 2047 hinein horchen. Das Menu hat special of the day „Mermaid Jelly Bowl“ und die Bewohner_Innen der Stadt erzählen Geschichten einer Zukunft die utopisch und dystopisch gleichzeitig aussehen kann.

Linz-Malta-Wien

Nachdem die Bar im 2017 Lentos und Linz, in Malta während des Kulturhauptstadtjahres 2018 und in kleinen Teilen bei der IG Bildkunst in Wien zu sehen war, steht die Bar – umgehen von ihrer zukünftigen Stadt – jetzt vollständig am Donaukanal in Wien.
Die Ausstellung „Change was our only Chance“ ist der Teil der Vienna Biennale und wurde Ende Mai im AIL eröffnet.
Die Ausstellung läuft 29. Mai bis 27. September 2019, im August ist Sommerpause.

Vienna Biennale 2019 Change was our only chance

Vienna Biennale 2019 | Change was our only chance

 Eine mögliche Zukunft ist erlebbar

Die Installation Change Was Our Only Chance hinterfragen aktuelle ökologische, ökonomische und technologische Veränderungen und ihre Auswirkungen auf unser Leben. Die Ausstellung möchte „Angst vor der Zukunft“ in „Lust auf Zukunft“ verwandeln.

Ruth Weissman vom Augustin schreibt nach ihrem Besuch der Ausstellung: „Der Klimawandel ist vorangeschritten, aber die Menschheit hat etwas geändert – so die Ausgangsbasis des Projekts, das vom Linzer Kollektiv Time’s Up entwickelt wurde und auf unterhaltsame Weise Kunst und Wissenschaft mit Aktivismus zusammenbringt. Keine Dystopie, aber auch keine Utopie, sondern die Möglichkeit einer Zukunft, die uns aufrütteln will: Die Zeit ist um, tun wir was!“

 

Schönes Wort: morbidheiter

Bernhard Graff von der Süddeutsche Zeitung war in Time’s Up’s Turnton und in der illustrierten Bar zu Besuch.
„Dann landet man in einer „Medusa“-Bar, die ihren Namen natürlich jenem Gemälde von Théodore Géricault verdankt, der 1819 Schiffbrüchige sehr pittoresk auf einem Floß drapierte, die auf ihrer prekären Passage zu Kannibalen geworden waren. Küss die Hand, KomplizIn!“
Das ist auch das Eine von 2 Malen, wo Graff im Artikel gendert, ansonsten hält er das wohl für utopisch. „Duster, aber wenigstens sprachpolitisch korrekt und durchgegendert ist diese Zukunft des Jahres 2047. Alle Menschen werden, wenn nicht zu Brüdern, zu „KomplizInnen“ geworden sein.“ 
Graff schafft es die Ausstellung – weil, die ist ja in Wien!!! – mit Freud, Tod und Klischees über Wien zu verweben. Naja…
Kannst du ja selber lesen. Review Süddeutsche

Foto: ©Bengt Stiller | Illustrationen: Silke Müller, Katja Seifert, Nina Pieper

 

Vienna Biennale 2019
Angewandte Innovation Lab
Franz-Josefs-Kai 31010 Wien

Eröffnung: 28. Mai 2019 19:30 Uhr
Laufzeit: 29. Mai bis 27. September 2019

Öffnungszeiten:
Mo – Fr: 12:00 – 17:00 Uhr
Mi 12:00 – 20:00 Uhr

Zusätzliche Öffnungszeiten im Rahmen der Vienna Biennale 2019:
Sa, 15. Juni, 12:00 – 17:00 Uhr
Sa, 13. Juli, 12:00 – 17:00 Uhr
Sa, 21. September, 12:00 – 17:00 Uhr

Eintritt frei

Datum
29.05. – 27.09.

Ort
AIL