Leben und Überleben in Armut in Mittelalter und Gegenwart
Unter dem Titel „Ein gutes Leben für alle“ war 2024 im Grazer Museum für Geschichte eine Ausstellung zum Thema Armut zu sehen. Ich habe 2019 für die Vorgänger-Ausstellung “Arm in Österreich” Illustrationen für Wände und ein Begleitbuch gemacht.
Das von der Caritas Steiermark in Kooperation mit der Akademie Graz und weiteren Partnern verwirklichte Projekt ließ Personen in prekären Lebenssituationen zu Wort kommen.
Jetzt hat die Ausstellung an der Uni Graz eine Erweiterung bekommen und verleiht von Armut betroffenen Menschen aus dem Mittelalter eine Stimme.
“Was verbindet Anna aus der Steiermark, die aufgrund einer Erkrankung vor zwei Jahren ihren Job verloren hat, mit dem Schmied Giulio, der vor fast 500 Jahren in Bologna arbeitete? Beide haben Angst, ihre Miete nicht mehr bezahlen zu können. Und was hat die mittelalterliche Nürnberger Bettelordnung mit aktuellen Regelungen in Graz zu tun?…” www.uni-graz.at/

Die Ausstellung konzentriert sich auf die Erfahrung von Armut und kontrastiert sie mit dem Ziel eines guten Lebens für alle.
Armsein ist eine einschneidende und schwächende Erfahrung. Wer Schutz, Einbindung und Beziehung, Selbstwert und Zuversicht missen muss, entbehrt wesentliche Voraussetzungen für ein erfülltes Leben. Armut beinhaltet aber auch das unbändige Ringen der Betroffenen um Unabhängigkeit und Lebensfreude. Akademie Graz
Die neuen Hörstationen wurden von Geschichte-Studierenden im Rahmen eines Seminars unter der Leitung von Tanja Skambraks gestaltet.
Eine Ausstellung der Universität Graz und Caritas Steiermark
in Zusammenarbeit mit der Akademie Graz und La Strada
5. bis 31. März 2026
im Foyer der Universitätsbibliothek Graz
Universitätsplatz 3a
8010 Graz
Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag 8 bis 22 Uhr
Samstag 9 bis 22 Uhr
Eröffnung: Donnerstag, 5. März 2026, 17 Uhr

Über die Illustrationen und die 1. Ausstellung 2019 erfährt du hier mehr
