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Wie lebt es sich im Wiener Gemeindebau?

Illustration mit rotbraunen Linien von einem Gemeindebau, darauf verschiedenste Kaffeebereiter aus verschiedenen Ländern, außerdem laufende Kinder, Menschen auf Bänken, jemand geht mit Hund spazieren, Person mit Kinderwagen | Illustration Silke Müller für Augustin Boulevardzeitung Wien 2025

Ulrike Maria Glösmann erzählt von ihrem Wohnen

International erfährt der Wiener Gemeindebau viel Anerkennung, als vorbildhafter Wiener Sozialbau und einzigarte Baukultur des „Roten Wien“. Häufig Negativ-Schlagzeilen dagegen in österreichische Medien.

Glösmann ist glückliche und stolze Gemeindebau-Bewohnerin und fragt “Wie lebt es sich in solch einem Bau wirklich?” Über interkulturelle Nachbarschaft, gesellschaftliche Herausforderungen, leistbares Wohnen, Plausch und Kaffeeeinladungen lest ihr in der aktuellen Augustin Boulevardzeitung.

Nur ein kleiner Auszug aus Kaffeekannen, die in Wiener Wohnungen zu finden sind.


Für die Illustration dazu habe ich erstmal die Vielfalt der Bauten durchstöbert. “Gemeindebau, das ist die volkstümliche Bezeichnung für eine von der Stadtverwaltung errichtete Wohnhausanlage in Wien. Es kann sich dabei um einzelne Häuser sowie um große Anlagen mit mehreren Stiegen handeln.” Am berühmtesten ist wahrscheinlich der Karl-Marx-Hof.
Hier könnt ihr über die Geschichte lesen https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Gemeindebau

Ich liebe die schöne Typografie an den Bauten und die rote/rotbraune Farbe der Buchstaben. Unter anderen diese Farbe habe ich mir für die Zeichnungen ausgesucht. Die interkulturelle Nachbarschaft habe ich mit Kaffeekännchen unterschiedlicher Herkünfte illustriert.
(Da fehlen natürlich ganz viele weitere Kaffeebereiter und Kannen, dass ist ja ein sehr weites, individuelles Feld)
Dabei ist jedenfalls die Džezva (Slowenisch/Balkanisch), sehr ähnlich wie die Ibrik (Türkisch), eine Moka Espressokanne (Italienisch und schon lange auch in Österreich nicht mehr weg zu denken), eine Dallah (Arabisch), ein Filterkaffee mit Phin (Vietnamesisch) und eine Emsa Thermoskanne voll Filterkaffee (sehr deutsch angeblich).

Womit koche ich Kaffee? Mit einer Lavazza Carmencita, der schönsten Mokakanne überhaupt. Mein Kaffeekoch-comig-of-age war so: Filterkaffee bei Oma, dann einfach Kaffeepulver in Tasse aufgebrüht, dann French-Press, seit 20 Jahren Mokakanne – ich denke dabei bleibe ich.

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Artikel: Ulrike Maria Glösmann
Redaktion: Ruth Weismann
Augustin Ausgabe 631