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Wie geht es Dir? – Gespräch mit Elisa Aseva im Augustin

©Birgit Weihe
Eine einfache Frage?

Ruth Weisman von der Wiener Boulevardzeitung Augustin hat sich mit der Künstlerin Elisa Aseva getroffen und unseren Comicband „Wie geht es dir“ mitgenommen. Ruth gab die Frage an Elisa Aseva, Autorin, Aktivistin und eine der politischen Stimmen von Instagram weiter.
In Wien unterrichtet die Berlinerin momentan an der Universität für angewandte Kunst.

Hier geht es zur Ausgabe 624
„Etwas menschlich machen in einer Zeit, wo alles enthumanisiert wird”

Ruth: Denkst du, dass Projekte wie «Wie geht es dir» dazu beitragen können, sich auf eine universelle Solidarität zu besinnen?

Elisa: Ich bin keine Anhängerin der Vorstellung, dass man Kunst macht und damit plötzlich Leute zum Umdenken bringt. Ich glaube, Kunst steht ein bisschen für sich.

Sie kann sich politisch interessieren, auch politisch intervenieren. Aber sie ist nicht der große Weltveränderer. Das wäre sonst schon mehr passiert. Ich finde, es ist auch nicht ihre Aufga- be. Aber natürlich ist sie auch Kommentar und Zeugnis Ihrer Zeit.

Was ich mächtig finde ist, wie sie durch die Zeit wirkt. Ich habe das oft selbst erlebt, dass ich Sachen in die Hand nehme, die vor 100 Jahren geschrieben oder gemalt wurden und für mich ein Punkt waren, an dem ich weiter gesucht habe.

Ich finde es also toll, dass es dieses Projekt gibt. Ich nehme es so wahr: man möchte etwas ermöglichen, wovon gerade zu wenig in der Welt ist: eine Art von Verbindung, etwas menschlich machen in einer Zeit, wo alles enthumanisiert wird.

Panel aus Wie geht es dir mit Annika Artmann | Avant Verlag

Ich habe mit Annika ein Interview machen dürfen und den Comic findet ihr hier.
Alle Comics und mehr zum Projekt „Wie geht es dir?“ Zeichner*innen gegen Antisemitismus, Hass und Rassismus www.wiegehtesdir-comics.de und auf Instagram unter @comics_wiegehtesdir

Das Artikelbild ist ein Ausschnitt aus Birgit Weihes Comic.