Alle Artikel mit dem Schlagwort: illustriert

Medusa Bar | Illustration: Silke Müller | Foto: Bengt Stiller |Turnton2047/Wien

Medusa Bar – Change was our only chance

The future is … Erst gehst du über den Steg an den Hafenkränen vorbei, zwängst sich am Stiegenhaus entlang in den Purple Tank – ein Labor und TinyHome in einem – wähnst dich kurz im Windfang des Linzer „Aquariums“ und sitzt dann unterm blauen Gelee-Leuchten am Tresen. In der erdachten Hafenstadt Turnton gibt es nämlich eine Bar: die Medusa Bar. Ihr Inneres ist aus Hörspielen, Karton und Illustrationen. Sie nimmt dich im Dunkel auf und lässt ins Jahr 2047 hinein horchen. Das Menu hat special of the day „Mermaid Jelly Bowl“ und die Bewohner_Innen der Stadt erzählen Geschichten einer Zukunft die utopisch und dystopisch gleichzeitig aussehen kann.

Der Bettelprinz von Vera Vasilkovic, Boulevardzeitung Augustin, Illustration: © Silke Müller | Linz

Und trotzdem davon träumen

… eine „richtige“ Familie zu werden   „Martin war vielleicht kein perfekter Ehemann und Vater, doch oft, wenn wir nach Hause kamen, fanden wir ein Säckel, das er von den Katholischen Schwestern bekommen hatte, an unserer Türe hängen, voll mit Lebensmitteln. (…) Als keine Taschen an der Türe hingen und auch keine Zettel und auch er nicht mehr auftauchte, hofften wir, dass er wieder irgendwann auftauchen würde. Manchmal verging ein Jahr, in dem wir ihn nicht sahen, und dann, wie aus dem Nichts, klopfe jemand an der Türe – da stand er da, betrunken oder nüchtern.“

Der Bettelprinz von Vera Vasilkovic, Boulevardzeitung Augustin, Illustration: © Silke Müller | Linz

Single mom

Die lange Suche nach Martin endete genau am 12. 11. 2018 „… in der Marxergasse im 3. Stock, Zimmernummer 303. Es ist ein seltsames Gefühl, eine Beerdigung zu feiern, die vor 6 Jahren, am 6. August stattfand.“ Der Text „Der Bettelprinz“, in dem sich Vera mit dem Tod des Vaters ihrer jüngsten Tochter und mit ihrer Beziehung zu ihm auseinandersetzt, war eine Herausforderung für mich. Denn sie berichtet von einem Mann, der Vera und ihre Tochter – mit allen Schwierigkeiten Alleinerziehender – sitzen läßt und nur auftaucht um sich versorgen zu lassen. Der dem Kind Angst macht. Sie nimmt ihn immer wieder auf und bringt ihm Zuneigung und Verständnis entgegen.

Alles Okay? - Kalender über Zivilcourage 2019, Comic · Illustration © Silke Müller, Linz

Alles Okay? – 11 mutige Schritte für 2019

Ein Kalender über Zivilcourage „Unsere Kinder schreien nicht so herum!“  laut und böse an der Kasse vom Spar. Eine grantige Frau über 70 meint damit eine Mutter mit Kleinkind. Was sie genau mit „unsere“ meint ist: weiße, „österreichische“ Kinder sind bessere Kinder, als dieses kleine Unzufriedene. Niemand sagt was dazu. Manche rollen die Augen, einer schämt sich. Ganz normaler Alltags-Rassismus in Österreich. Manche geben ihr sicher still Recht, FPÖ-Wähler*innen gehen ja auch einkaufen. Nicht wegschauen Leider ist Nichts-Sagen in solchen Fälle wie Zustimmung. Ist dir etwas Ähnliches auch schon passiert, kennst du das? Du hättest gerne eingegriffen, wußtest aber in dem Moment nicht was du tun oder sagen solltest? Verlass dich nicht darauf, dass andere eingreifen Mir ging es schon so und in meinem Freundeskreis höre ich immer wieder von Situationen, in denen sie Diskrimierung und Belästigung (mit)erlebt haben, wo sie sich hilflos gefühlt haben. Zum Beispiel an der Bushaltestelle, wo ein paar Jugendliche einen Anderen angegriffen, weil er körperlich und geistig eingeschränkt ist. Oder das Erlebnis meiner Freundin, die in der Straßenbahn von einem …