Alle Artikel mit dem Schlagwort: Editorial

Portrait von Melisa Erkurt | Illustration: ©Silke Müller

Melisa Erkurt

„Generation Haram“ ist das Buch der Journalistin @melisaerkurt über das sie mit Beatrice Frasl im Interview spricht. Und natürlich über die neu gegründete @die_chefredaktion und Chancengleichheit und -ungleichheit in der Schule und im Journalismus.

Heide Schmidt | Portraitillustration Silke Müller für Große Töchter Podcast von Beatrice Frasl

Heide Schmidt

Die ehemalige Politikerin, Juristin und Autorin Dr.in Heide Schmidt hat gerade ein Buch veröffentlicht „Ich seh das so – Warum Freiheit, Feminismus und Demokratie nicht verhandelbar sind“. Über diese Themen, Sexismus in der Politik und das bedingungslose Grundeinkommen spricht sie im Podcast „Große Töchter“.Eine Hörempfehlung!

Häuser, Wien, Immobilien, Illustration: Silke Müller

Immobilienshopping

Der Finanzjongleur Michael Tojner krallte sich eintausend Genossenschaftswohnungen zu Spottpreisen. „Die öffentliche Hand soll er mit Hilfe dubioser Gutachten um mehr als 100 Millionen Euro abgezockt haben. Im Immobilienkrimi rund um geförderten Wohnbau wird nun auch wegen Beweismittelfälschung ermittelt.“ Zu der Coverstory über diesen „Deal“ habe ich die Editorial-Illustration für den Innenteil gemacht.

Tagebuch eines Obdachlosen, Boulevardzeitung Augustin

Marc Augés bürgerliche Fiktion

In der Jubiläumsausgabe zum 25. Geburtstag… schreibt Barbara Eder für den Augustin über Realität vs. Fiktion in der Literatur über wohnungslose Menschen. Sie erzählt von einer Unterhaltung mit einem wohnungslosen Hacker in Wien. „Er ist Anfang Fünfzig und trägt eine orangefarbene Warnweste über der Daunenjacke, darunter drei Pullover, die ihn vor der Kälte der Straße schützen sollen. Er weiß, wie man dort im Winter übernachtet – und noch viel mehr über das, was es bräuchte, um diesen Zustand für alle in Wien lebenden Personen, die keinen festen Wohnsitz haben, obsolet zu machen. Als ehemaliger advocatus diaboli der österreichischen Piratenpartei ist er als Blogger aktiv, seinen Laptop hat er stets mit dabei.“

Eine Frau ohne Kleidung wird von schwarzen Seerosenblättern bedeckt, die aus ihrem Eierstock wachsen. Neben ihr blühen aber auch Seerosen in gelb und rosa auf. Nives Kramberger, Chemotherapie, Krebs, Boulevardzeitung Augustin, Illustration: Silke Müller

Irokese und Glatze

Wie gerne wollte ich auf das große Sommerfest noch mit eigenem Haar gehen… … doch am 16. Tag post chemi verewigen wir, meine Jugendfreundin und ich, Ausfall, Schnitt, Rasur filmisch und hielten die Stadien Irokese und Glatze in Bildern fest. Selbstbestimmt und mit Spaß. Es war mir so wichtig, mich nicht als Opfer zu fühlen.

How to make a zine

Zine Messe in Wien Die Augustin Boulevardzeitung macht einen Artikel über die Zine Messe in Wien und hat mich gebeten eine kleine DIY Anleitung zu illustrieren. Der Text ist von Lisa Bolyos. Fanzineist Vienna Art Book & Zine Fair 24-26 May, 2019 Nordbahnhalle – Vienna, Austria Fanzineist  Vienna will take place in 2019 in the heart of Europe, Austria to attract the attention of a broader audience in a global scale. It will proceed for three days and exhibitors from many countries will display their published material on the exhibition stands through the fair.

Der Bettelprinz von Vera Vasilkovic, Boulevardzeitung Augustin, Illustration: © Silke Müller | Linz

Und trotzdem davon träumen

… eine „richtige“ Familie zu werden   „Martin war vielleicht kein perfekter Ehemann und Vater, doch oft, wenn wir nach Hause kamen, fanden wir ein Säckel, das er von den Katholischen Schwestern bekommen hatte, an unserer Türe hängen, voll mit Lebensmitteln. (…) Als keine Taschen an der Türe hingen und auch keine Zettel und auch er nicht mehr auftauchte, hofften wir, dass er wieder irgendwann auftauchen würde. Manchmal verging ein Jahr, in dem wir ihn nicht sahen, und dann, wie aus dem Nichts, klopfe jemand an der Türe – da stand er da, betrunken oder nüchtern.“

Der Bettelprinz von Vera Vasilkovic, Boulevardzeitung Augustin, Illustration: © Silke Müller | Linz

Single mom

Die lange Suche nach Martin endete genau am 12. 11. 2018 „… in der Marxergasse im 3. Stock, Zimmernummer 303. Es ist ein seltsames Gefühl, eine Beerdigung zu feiern, die vor 6 Jahren, am 6. August stattfand.“ Der Text „Der Bettelprinz“, in dem sich Vera mit dem Tod des Vaters ihrer jüngsten Tochter und mit ihrer Beziehung zu ihm auseinandersetzt, war eine Herausforderung für mich. Denn sie berichtet von einem Mann, der Vera und ihre Tochter – mit allen Schwierigkeiten Alleinerziehender – sitzen läßt und nur auftaucht um sich versorgen zu lassen. Der dem Kind Angst macht. Sie nimmt ihn immer wieder auf und bringt ihm Zuneigung und Verständnis entgegen.

The Rope, Sinnesrausch, Höhenrausch, Kultur, Kunst, Workshops, Führungen, Ausstellungen, Kunstvermittlung, Kulturvermittlung | Illustrationen © Silke Müller

Spielende Kulturvermittlung

In diesem Plakat steckt viel Spaß und Spielerei. Ich zeichne ja wirklich nicht oft Kinder und habe beim Illustrieren vom Plakat für das OÖ Kulturquartier festgestellt, das ich es sehr mag, Kinder beim Zeichnen oder Spielen zu zeichnen. The Rope Das Plakat nimmt zwei der künstlerischen Arbeiten  auf, die 2019 im OÖ Kulturquartier ausgestellt werden. Die Wiener Künstlergruppe Numen / For Use „spinnt“ ein betretbares, blaues Netz in den gesamten inneren Freiraum vom voestalpine space. Die zweite „Skulptur“ ist „The Rope“ vom Belgischen Künstler  Ief Spincemaille. Beide künstlerischen Arbeiten teilen sich den gleichen Blauton.

Vor eine schwarz-lila gemusterten Tapete mit großen Palmen und Zimmerpflanzen-Blättern steht ein südkoreanisches Mädchen und macht das Victory-Zeichen mit der rechten Hand, ihre Kleidung hat das Tapetenmuster und sie verschwindet fast im Hintergrund, Hanfblätter sind auch im muster, eine Katze ist darin auch versteckt. · Kim unterm Sofa · von Franziska Hauser, DAS MAGAZIN, Illustration: Silke Müller

Die Geschichte einer Gastschülerin

Kim versteckt sich vor ihrer Gastmutter Unangenehm, wenn jemand mit dir in einer Wohnung wohnt, sich auf Zehenspitzen bewegt und fluchtartig die Küche verläßt, wenn du kommst. In WGs ist das “kurz vorm Ende“. Die Autorin Franziska Hauser schreibt über diese Erfahrungen mit einer Gastschülerin. Kim versteckt sich vor ihrer Gastmutter und lebt Nachts. In Freiheit.

Achtsamkeit als Allheilmittel - Welt der Frauen | Illustration © Silke Müller, Linz | Achtsamkeit; Editorial; Welt der Frauen; Mindfullness; Stress; Burnout; Yoga

Mind full vs. Mindfulness

Überall Über Achtsamkeit wird seit einiger Zeit viel geschrieben und vor allem viel empfohlen. In der Jänner Ausgabe „Welt der Frauen“ fragt Dagmar Weidinger, ob das ein Allheilmittel ist. „Den Geist recht zu behandeln, dazu will uns die Achtsamkeit anregen. Doch was versteckt sich genau hinter dem allgegenwärtigen Phänomen? Woher kommt es, was kann es wirklich, und wo liegen seine Grenzen?“ Welt der Frauen In Zusammenarbeit mit der Artdirektorin Alexandra Grill habe ich drei Editorialillustrationen  für dieses Thema gezeichnet und aquarelliert.

Illustration für "Der grinsende Pinguin" | Europa liest die News - Oder, die Kommentare auf derstandard.at | ©Silke Müller

Abgesang der Tochter aus Elysium

Illustration für die 20er Jahre Ein Redakteur von der Satirezeitung „Der grinsende Pinguin“ schrieb mir eine Email mit einem Bild aus dem „Simplicissimus“ im Anhang und fragte, ob ich diese Karikatur ins Heute „übersetzten“ könnte. Die Vorlage, die ich bekommen habe, war von Erich Schilling – „Des Feldherrn Abgesang“, veröffentlich am 30. März 1925.

100 Frauen und 100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland und Österreich | Sabine Kranz, Annegret Ritter | Bild: Jacob & Stuart

100 Frauen – Ausstellung zur Frankfurter Buchmesse

Illustratorinnen feiern 100 Jahre Frauenwahlrecht mit 100 Porträts von bedeutenden Frauen Am 10.10.2018 fand in der Galerie Hübner + Hübner die Vernissage der Ausstellung »100FrauenProjekt« zum 100-jährigen Jubiläum des Frauenwahlrechts statt. Der Verlag Jacob & Stuart stellt zusammen mit den Initiatorinnen das Buch 100 Frauen und 100 Jahre Frauenwahlrecht vor. Außerdem sind Illustratorinnen dort, die eine oder mehrere besondere Frau(en) der letzten 100 Jahren ausgesucht und illustriert haben.

"Kein Mensch ist illegal!" Illustration gegen Abschiebung Silke Müller für die Boulevardzeitung Augustin in Wien, Linz

Hinter mir die Zukunft

Abschiebung aus Europa „Und bevor Sie weglaufen könnten, werden Sie erschossen mit einer Sprache, die Sie kaum verstehen. Die Klang-Patrone wölbt sich wie in Zeitlupe in ihre Richtung und anstatt dass Sie auf den Boden fallen, bekommen Sie runde kalte Ringe auf Ihren Handgelenken … Es kommen ein paar andere Seelen mit, die wie Sie sich in Schweiß badeten für einen Stundenlohn von 6 schwarzen Euro, die aus der legalen Kasse Ihrer Landsleute kam, die Ihnen großzügige Arbeitsplätze verschafften…“

Kristina Hänel | Silke Müller

Kristina Hänel – 100 Frauen

„Genau jetzt habe ich eine Chance, etwas zu ändern.“ Kristina Hänel ist Gynäkologin und Frauenrechtsaktivistin. Ich habe sie für das 100 Frauen Projekt illustriert. Sie kämpft für die Abschaffung des §219a StGB, der untersagt über Schwangerschaftsabbruch zu informieren. Sie hatte auf ihrer Website Abtreibungsinfos bereit gestellt. Das Gericht in Gießen hat sie, nach dem Abtreibungsgegner*innen sie angezeigt haben, zu einer Geldstrafe verurteilt. Mit einer Petition hat Kristina Hänel dazu aufgerufen, sich gegen die Gesetzgebung von 1933 zum Schwangerschaftabbruch zu engagieren. Die Petition wurde mit 150.000 Unterschriften eingereicht. Seit Dezember 2017 debattierten die Parteien im Bundesrat darüber. 2018 wurde die Abschaffung des Paragraphen abgelehnt.

Zwei Hände stricken, das Gestrickte gleicht einen schwarzen Tintenfleck, der aussieht wie verweinte Wimperntusche, Trauer, Trauerarbeit, Illustration Silke Müller, Linz

A special sadness – Trauerarbeit

Eine Woche danach ging er in eine andere Welt, in der es kein Uran und keine Kriege mehr gibt, wo man kein Visum braucht „Mischa war nicht hochgebildet, er war kein großer Denker, er besaß nicht viel, nicht ein einmal ein Visum für Österreich, doch seine Gastfreundschaft und sein Mitgefühl machten ihn zu einem Ehrenbürger. Dieser Mann, der nicht größer war als 168 cm: Sein Erscheinungsbild glich dem vieler serbischer Roma, sein Akzent verriet, dass er aus Beograd kam. Auf Beograds Boulevards sowie auch auf Wiener Asphalt blieb er unauffällig, doch für seine Freunde war er eine berühmte Figur …“

"Lückenhaft & Kryptisch | Incomplete & Ambiguous", Time's Up, Illustration Silke Müller, Linz

Book Release zu 20 Jahren Time’s Up

„Lückenhaft & Kryptisch | Incomplete & Ambiguous“ …wird am Freitag 25.5.2018 im Hafen mit einer Sommerparty veröffentlicht. „Den Einzug vor 20 Jahren in unsere Werkstätten haben wir im August 2016 mit einer Vielzahl lieber Menschen zelebriert. Ebenfalls 20 Jahre nach unserer ersten Ausstellung 1997 (Hyperfitness-Studio) präsentierten wir 2017 als Featured Artist des ARS – Electronica Festivals im LENTOS Linz unsere aktuelle Arbeit Turnton Docklands. Als letzten Akt dieser Reihe von Jubiläumsaktivitäten wollen wir nun die Veröffentlichung einer Publikation die sich unter dem Titel Lückenhaft & Kryptisch bemüht zu fassen was Time’s Up sein könnte, feiern.“ Time’s Up Ich habe 10 Kapitelillustrationen für die Jubiläumsausgabe gemacht.Die 10 Illustrationen spielen auf unterschiedlichste Weise mit dem Logo der Künstlergruppe: der Sanduhr. Fünf von zehn Illustrationen gibt es zum Release als zweifarbigen Riso-Print.

Kalender Cover - KUVA, Illustration Silke Müller, Linz

KUVA macht Kultur

Am Stadtplatz in Leonding … dort sitzt die KUVA und organisiert Ausstellungen, Konzerte, Freiluftkino etc. etc. In diesem Jahr gibt die KUVA einen Kalender heraus. Ab 17.12. kann man ihn am Glühmost-Stand in Leonding kaufen. Er steckt voller Fotografien von Kulturveranstaltungen, Kunstwerken und Illustrationen.

Wohnen in einer Bushaltestelle, Boulevardzeitung Augustin, Illustration, Silke Müller, Linz, Freelance illustrator

Zuhause in der Haltestelle

Busse brummen, Straßenbahnen bimmeln, der Regen trommelt auf das Dach „Die Bushaltestelle als Wohnort: Die eine macht für zwei Wochen ein Kunstprojekt, der andere hat sich schon vor zwei Jahrzehnten hier eingerichtet. Zwei Menschen, die die Bushaltestelle zu ihrem Zuhause gemacht haben, haben mit Céline Béal über Intimität und öffentlichen Raum gesprochen.“  

Kinder, Illustration Silke Müller, Linz

Grenzforscherin auf fremdem Terrain

… ist Angelika Burgsteiner, seit sie Mutter ist. „Seit ich Mutter bin, gerate ich in Situationen, die mir als Kinderlose unbekannt waren. Ich betrete im Gefolge einer Grenzforscherin häufig fremdes Terrain und nutze gemeinschaftliche Flächen anders als früher. Die Erfahrungen dabei sind ebenso herzerwärmend wie niederschmetternd.“ schreibt Burgsteiner in der August-Ausgabe des „Augustins“ über Reaktionen anderer auf Kinder. Gänseblümchen – die kleinen Sonnen – sind nicht umsonst die liebsten Blumen der Kinder, denn sie nähren das innere Kind.  

Illustration Silke Müller, Linz, jessica j lee, Mein Jahr im Wasser

Taufe von Jessica J. Lee

Eine Fahrradexpedition aus „Mein Jahr im Wasser“ In der Sommerausgabe von DAS MAGAZIN erscheint eine Geschichte von Jessica J. Lee, die „mit Fahrrad, Zug und Theodor Fontane“ das Berliner Umfeld entdeckt. „… die passionierte Schwimmerin beschließt: 52 der über 3000 im Brandenburger Land versteckten Gewässer wird sie im Laufe eines Jahres testen – ganz egal, ob die Augusthitze über dem Nymphensee brütet oder die klirrende Kälte den Schlachtensee gefrieren lässt … Mit zarter Lakonie erzählt »Mein Jahr im Wasser« von Verlorenheit und Fremdheit, von frühen Verletzungen und kindlichen Ängsten, aber auch von seidig-klarem Wasser auf der Haut und der meditativen Wirkung, die das Schwimmen in offenen Gewässern haben kann. Am Ende lösen sich nicht alle Probleme, aber es wächst ein Gefühl von Zuhause quer über alle Kontinente hinweg.“ Piper Verlag  

Multumesc, Illustration Silke Müller, Linz

Mulțumesc

… heißt Danke auf Rumänisch Claudia Makler schreibt in der Mai-Ausgabe des „Augustins“ über die Liebe. „Wenn die Tulpen blühen, geben sie ihrer Stadt einen Kuss, eine Umarmung dazu, wenn es die Rosen sind. Alle kochen sie mit Wasser. Die Zuagrasten auch. Die vielen Landler, die in der Hauptstadt ihr Glück versuchen, meinen ihren Intellekt schulen zu können, tiefgründig zu werden. Eine Zeit lang, eine Lebensperiode nuscheln sie am Wien-Sein, aber dann plagt sie das Heimweh.“  

Illustration Silke Müller, Linz

Fremdbestimmung im Sachwalterrecht

Der aktuelle Augustin widmet sich der Novellierung des Sachwalterrechts zum Erwachsenenschutzgesetz. „Denn der Umgang Österreichs mit dem Thema Sachwalterschaft ist ein Skandal, der sich bereits mehr als 30 Jahre hinzieht. Derzeit leben in Österreich 60.000 Menschen, denen von Bezirksgerichten Sachwalter_innen zugeteilt wurden. Diese Menschen dürfen über wesentliche Dinge ihres Lebens nicht mehr entscheiden. Weder dürfen sie ihren Wohnort selbst aussuchen, noch ein Konto eröffnen oder größere Anschaffungen tätigen.“

Illustration Silke Müller, Linz

Ein Problem wird übersiedelt – Editorial

Von der U6, den Drogen und einer weit verfehlten Stadtpolitik „Die Drogenszene an der U6 hat im Frühjahr für Stimmung gesorgt: Die Grünen machten für einen kontrollierten öffentlichen Raum mobil, die Wiener Linien sprachen von Sicherheit und meinten Vertreibung, und die Stadt hat es geschafft, ihre Drogenabhängigen wieder mal woandershin zu schieben. Christian Bunke (Text) und Silke Müller (Illustration) denken darüber nach, was das verschärfte Suchtmittelgesetz und ein versagter Arbeitsmarktzugang miteinander zu tun haben.“ Augustin #418, Wien www.augustin.or.at

Wenn Steine weinen – Editorial II

An ihren geliebten Großvater Strahinja erinnert sich im „Augustin“ – der Wiener Straßenzeitung  Vera Vasiljkovic. „… wenn er aber auf der Geige spielte, dann glich er einem Maestro, als wäre das Instrument Teil seiner Seele, verschmolzen in Veränderung, sich in eine Symbiose verwandelnd. Wenn man die Augen zumachte, konnte man sich vorstellen, dass er einen Soloauftritt bei den Philharmonikern hatte. Ich erinnere mich gerne an die Zeit am Anfang eines Monats, wenn er seine Pension bekam: Wir fuhren zur Ruza nach Sabac um dort Čevapčiči mit Zwiebeln zu essen und Coca Cola zu trinken.“

Happy Kieselsteine für Sonnentor

Jede Nummer von FREUDE widmet sich einem anderen Thema. Nach Suppe, Regen, Nase, Rad und Wurzel folgt nun Stein. Das Magazin Freude #06 vom August 2015 liegt bei Sonnentor aus „Wir bringen den Stein ins Rollen!“ Ich  bin zum Laden in der Linzer Herrengasse gerollt, um ein Magazin abzuholen und um festzustellen: mir ist nach Tee. Ab Oktober gibt es bei Sonnentor einen neuen Tee, der hilft: Schwarztee mit Minze – Refugees Welcome. 1,50 € gehen davon an die Flüchtlingshilfe.

Kapitel "Republik" | Editorialillustration für DATUM | © Silke Müller

Kapitel im Datum

Frei illustrieren Das Wiener Magazin „Datum – Seiten der Zeit“ hat um 3 Kapitelillustrationen gebeten. Was für ein schöner Auftrag! Die Themen sind: REPUBLIK / GLOBUS / LEBENSARTEN. Und ich darf ganz frei interpretieren. Für die „Republik“ bäht sich ein Spinnacker mit Flagge, denn obwohl Österreich ein Land ohne Meer ist – aber dafür mit vielen Seen – hat das österreichische Team bei der Segelolympiade 2012 den 4. Platz gewonnen. Beim Thema „Globus“ habe ich Sicht ins Universum eingenommen. Um genau zu sein, eine dystopische Sicht, nach dem Verlassen der Menschen der Welt, in der nur noch Wall-E auf der Erde lebt und aufräumt. Trotzdem ein romantischer Blick auf den Nachthimmel. Der Aufmacher für das „Lebensart“ -Kapitel ist ein Schwung – mit dem Rad natürlich – über die Linzer Nibelungenbrücke. Die ist,  wie LaMur in Graz, mit Liebesschlössern  behängt wurde.Darunter strömt die Donau in Richtung Wien.