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drink&draw in der Ausstellung “Reality is a slippery slope”

Beiß in eine Zitrone

In der wunderschönen pop-Up Ausstellung von Franziska King und Ilona Rainer-Pranter im HolzHaus habe ich ein drink&draw gemacht. Dazu hab ich einen Tipp vom Farbforscher Johannes Itten benutzt. Itten war ein Schweizer Maler, Kunsttheoretiker, Kunstpädagoge und lehrender Meister am Bauhaus in Weimar.
Durch ihn wurde es diesmal sogar ein EAT & drink&draw.

“Reality is a slippery slope” Franziska King und Ilona Rainer-Pranter
Bauhaus-Story

Johannes Itten, dem wir Farbkreise und -Lehre zu verdanken haben, hat ja am Bauhaus unterrichtet. Jedenfalls hat er als synästhestische Übung die Studierenden gebeten, in eine Zitrone zu beißen und ihr Empfinden dann zu malen.

Der Itten Farbkreis

Synästhesie ist eine Vernetzung von Sinnesreizen im Gehirn. Für manche haben Buchstaben oder Zahlen bestimmte Farben. Andere verbinden Farben mit Düften oder Klänge mit Farben. In unserem Fall haben wir Zitronengeschmack mit Dreiecken und spitzen Formen verbunden. Nach Itten ist das Dreieck Gelb zugeordnet, habe ich dann im Nachhinein gelesen.

Ich war rund 80 Jahre nach Itten am Bauhaus in Weimar, aber das Zitronenmalen hab ich noch nie probiert. Aber jetzt!


Danke für diese Idee, ich hab noch 4 Zitronen im Kühlschrank

Kann ich an was anderes als Zitronengelb denken, wenn ich in eine Zitrone beiße?
Kann der Geschmack auch gleichzeitig bestimmte Muster bevor rufen, oder Farben, oder Linien? Das haben wir ausprobiert und Zitrone um Orangen, Ingwer – der war eine harte Nuss – dann 2 ganz unterschiedliche Schokoladensorten, Salz aus Piran/Slowenien und hallöchen: Liköre erweitert.
1 Stunde haben wir geschmeckt und gezeichnet. Schön wars!